Biographie

1915 Akefeh von Koerber wird im Iran als Akefeh Monchi-Zadeh geboren. Als Künstlerin verwendet sie auch später ihren Geburtsnamen.
1935 Unterricht bei Hossein Behzad, einem Meister der persischen Miniaturmalerei. Wie ihm ging es ihr um die Erneuerung der persischen Malerei und einen Brückenschlag zur europäischen Kunst. Ihre Tabubrüche etwa in der Darstellung unbekleideter Menschen, ihre Entfernung von ikonografischen Traditionen und die Einbindung von Gegenwartsmotiven und die Verarbeitung eigener Erlebnisse in der Miniaturmalerei führten jedoch zu einem Bruch mit Behzad. Vor ihrer Reise nach Europa widmete sie sich der Portraitmalerei im Selbststudium und unter Anleitung eines Privat­lehrers.
1941 Wie Behzad wollte A. Monchi-Zadeh nach Paris um europäische Kunst zu studieren. Während der Zugfahrt durch die UdSSR erfährt sie von dem drohenden Angriff Deutschlands auf die Sowjetunion und bleibt aufgrund der Kriegsereignisse in Berlin. Sie verlebt die gesamte Kriegszeit in Deutschland.
1941/42 Studienbeginn an der Staatlichen Hochschule für Bildende Kunst in Berlin.
Akefeh von Koerber 1943 Nach der Einstellung des Studienbetriebs in Berlin (Ausbombung) Fortsetzung des Studiums in Leipzig, wo sie bei Lenka von Koerber deren Sohn und ihren späteren Ehemann Heribert von Koerber kennenlernt. Über Lenka von Koerber lernt sie auch das Werk der von den Nationalsozialisten verfemten Käthe Kollwitz kennen, das sie beeindruckt und zu eigenen Arbeiten anregt. In der Technik der Kohleskizzen findet sie eine geeignete Form, die erlebten Schrecken des Krieges zu verarbeiten. Fortsetzung des Studiums in Wien.
1944

Akefeh von Koerber 1944

Nach Ausbombung in Wien Rückkehr nach Leipzig. Da Ausländer nicht mehr an der Hochschule zugelassen sind, Unterbrechung des offiziellen Studiums. Die weitere Ausbildung findet zuhause statt.
1945 Heirat mit Heribert von Koerber, Journalist.
1946 Geburt der Tochter Schirin. Angebot eines Lehrstuhles in Leipzig. Da der Ehemann aus politischen Gründen die Sowjetische Besatzungszone verlassen muss, Übersiedlung nach Heidelberg. Sie sichert durch den Verkauf von Miniaturen an US-Soldaten den Lebensunterhalt der Familie.
1949 1. Ausstellung auf Schloß Schwetzingen.
1950 Übersiedlung nach Hamburg. Mitglied der GEDOK. Weitere Ausstellungen ihrer Arbeiten.
1951 Mehrmonatige Reise in den Iran. Geburt des Sohnes Giv.
1953

Scheidung. Alleinerziehung der Kinder.
1960 Annahme einer Arbeitsstelle in Köln, um ein regelmäßiges Einkommen für die dreiköpfige Familie zu sichern.
1976 Neuzulassung zum Studium an der Staatlichen Kunstakademie in Düsseldorf.
1977 Abschluss des Studiums in Düsseldorf.
1982 Ausstellung der Miniaturen im City-Treff, Köln.
1984 Reise in den Iran. Zweijähriger Zwangsaufenthalt, weil ihr aus nie geklärten Gründen der iranische Reisepass abgenommen wurde. Abenteuerliche Flucht über Pakistan nach Deutschland.
1990 Ausstellung im Palacio del Segundo Cabo in Havanna/Kuba.
   
 7.3.2003  in Köln verstorben